Umteilung innerhalb der Sekundarschule

Reglement über den Ablauf bei Umteilungen innerhalb der Sekundarschule Hohfurri


Grundlagen

  • Volksschulgesetz (VSG) 2010 § 32 Promotion und Übertritte
  • Volksschulverordnung (VSV) 2010 § 33 – 40 Beurteilung und Promotion
  • Organisationsreglement für die Volksschule in Winterthur vom 29. Juni 2010 ergänzt mit dem Beschluss der ZSP vom 21.11.17 (ab SJ 18/19 werden auslaufend keine Anforderungsstufen)
  • Reglement über die Ausstellung der Schulzeugnisse an der Volksschule (Zeugnisreglement) 2008
  • Umteilungen inkl. Anforderungsstufen (auslaufend) gültig bis Juli 2020: Reglement über den Ablauf bei Umteilungen innerhalb der Sekundarschule Wülflingen, Handbuch Hohfurri vom 3.10.12
  • Handreichung «Beurteilung und Schullaufbahnentscheide» Bildungsdirektion, VSA 2013

Grundsatz

  • Das vorliegende Reglement regelt den Ablauf bei Umteilungen der Abteilung innerhalb der Sekundarschule Hohfurri.Das Schulhaus Hohfurri ist eine Sekundarschule mit den Abteilungen A, B und C. Es werden keine Fächer in Anforderungsstufen geführt.
  • Die Erziehungsberechtigten werden jeweils an der ersten Elternveranstaltung direkt durch die Schulleitung informiert.
  • Dieses Reglement ist auf der Hompegage der Sekundarschule Hohfurri kommuniziert. Die Termine werden in den Quartalsinformationen bekannt gegeben.
  • Die Umteilungspraxis an der Sekundarschule Hohfurri bietet den Schülerinnen und Schülern (SuS) eine Durchlässigkeit, die sich in den Zahlen widerspiegelt.
  • Gesuche von Erziehungsberechtigten um Umteilung sind unter Einhaltung der Fristen und Termine schriftlich an die Schulleitung zu stellen. Vorher hat ein Elterngespräch mit der Klassenlehrperson zu erfolgen.

Umteilungskriterien für Wechsel der Abteilung

Grundsätzliches
Die Zahlen der praktizierten und von der Kreisschulpflege Veltheim-Wülflingen genehmigten Form der „repetitiven“ Umteilung zeigen, dass sich die Chancen in der höheren Abteilung zu bestehen, massiv erhöhen. Durch die Repetition der Klasse in der höheren Abteilung ist ein schulisches Fundament gelegt. Dank einem Vorsprung in einzelnen stofflichen Bereichen kann sich das Kind besser auf neue Stoffinhalte und das erhöhte Lerntempo einstellen.
Die prognostische Gesamtbeurteilung verlangt gerade in kritischen Fällen eine längere Beobachtungsperiode. Nur damit kann sichergestellt werden, dass die Ziele der momentanen Abteilung deutlich übertroffen werden. Zudem können die Auswirkungen der Entwicklung des Kindes (Bsp. Pubertät) besser eingeschätzt werden.
Mit einer Umteilung auf Ende Schuljahr ergibt sich zudem die Möglichkeit das Leistungsvermögen einer Schülerin oder eines Schülers im künftigen Lernverband während ein bis zwei Schnupperwochen zu testen. Schnupperwochen sind durch die Lehrpersonen vorgängig mit der Schulleitung abzusprechen. Das Einleben in die neue Klasse auf Beginn des neuen Schuljahres kann dadurch erheblich erleichtert werden.
Alle einvernehmlichen Umteilungen können in Absprache mit der Schulleitung auch ausserterminlich erfolgen.

Bedeutung der Gesamtbeurteilung
Unter Gesamtbeurteilung versteht die Sekundarschule Hohfurri die Beurteilung von Schülerinnen und Schülern nach fachlicher Leistung (Noten) und den Kriterien Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten aus Sicht der Klassenlehrperson und aller betroffenen Fachlehrpersonen. Dies basiert einerseits auf der Volksschulverordnung (Teil C §33 Abs. 2 und 3) und dem Formular «Grundlage für die Gesamtbeurteilung bei Wechsel der Abteilung». Alle Bereiche von Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten entsprechen dem Zeugnis.

Gewichtung der Punkte in der Gesamtbeurteilung
Als Basis der Gesamtbeurteilung dient die fachliche Leistung, welche eine Schülerin oder ein Schüler über einen längeren Zeitraum (ca. ein Quartal) erbringen kann. Weitere Faktoren sind die schulische Beurteilung von Arbeits- und Lernverhalten in allen Fachbereichen. Damit erhält man wichtige Entscheidungsgrundlagen zu Schlüsselqualifikationen wie: Pflichtbewusstsein, Unterrichtsbeteiligung, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Diese Punkte werden an den ersten Elternveranstaltungen von Klassenlehrpersonen und Schulleitung eingehend behandelt.
Letztes Element der Gesamtbeurteilung ist das Beurteilen des Sozialverhaltens unter Berücksichtigung des persönlichen Entwicklungsstandes und besonderen persönlichen Umständen der Schülerinnen und Schüler.

Bedingungen für Umteilung in höhere Abteilung
Für Schülerinnen und Schüler mit Notendurchschnitt 5 und höher, berechnet aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch, Natur und Technik und Räume und Zeiten, erstellt die Klassenlehrperson unter Einbezug aller Fachlehrpersonen eine prognostische Gesamtbeurteilung (Formular «Grundlage für die Gesamtbeurteilung bei Wechsel der Abteilung» aus dem Handbuch: Kreuze alle tendenziell links). Die aufgeführten Fächer sind im Lehreroffice als Promotionsfächer geführt.

Bedingungen für Umteilung in tiefere Abteilung
Für Schülerinnen und Schüler mit Notendurchschnitt tiefer 4, berechnet aus den Fächern Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch, Natur und Technik und Räume und Zeiten, erstellt die Klassenlehrperson eine prognostische Gesamtbeurteilung. (Gesamtbeurteilungsbogen: Kreuze alle tendenziell rechts).

Zusätzliche Kriterien für den Parallel - Aufstieg
Die Bereitschaft sämtlichen Stoff in allen Fächern nachzuarbeiten muss gewährleistet sein. Die dazu nötige Unterstützung liegt ganz bei den Erziehungsberechtigten. Für die Sicherstellung des stofflichen Anschlusses können von der Schulleitung zwischen 6 und total ca. 20 Lektionen Stützunterricht gewährt werden. Diese werden in der Regel von den entsprechenden LP der aufnehmenden Klasse erteilt. Diese Lehrpersonen (unabhängig vom Pensum) werden für diese Lektionen speziell besoldet. Grundlage Konferenzprotokoll 14 vom 4.04.2018.
Um einer allfälligen Überforderung des Kindes entgegenzuwirken, sollten Standortprüfungen der momentanen Abteilungen deutlich über der Note 5 sein. Allfällige Vergleichsprüfungen der aufnehmenden Abteilung sollten genügend sein.
Der Wechsel in eine tiefere Abteilung erfolgt immer parallel und ergibt hinsichtlich des Schulstoffes keinen Förderbedarf.

Art der summativen Beurteilungen als Bestandteil der Gesamtbeurteilung
In der Regel beruht die Basis der Gesamtbeurteilung auf der Beurteilungspraxis gemäss geltendem Lehrplan.

Uneinigkeit bei Umteilungsanträgen
Uneinigkeit besteht, wenn einer der Entscheidungsträger (Eltern, Klassenlehrperson, Schulleitung) mit dem Umteilungsantrag nicht einverstanden ist.

Umteilungskonferenzen
Die Umteilungskonferenz schafft bei Uneinigkeit zu Händen der Kreisschulplfege Entscheidungsgrundlagen für deren Umteilungsentscheid. Alle Umteilungskonferenzen sind im Jahresprogramm der Sekundarschule Hohfurri ausgewiesen. Bei Betroffenheit im Jahrgang sind die Umteilungskonferenzen für alle Lehrpersonen obligatorisch.

Ablauf Wechsel der Abteilung

Umteilungsantrag durch die Klassenlehrperson
  1. Termine gemäss kantonalen Auflagen
  2. Es wird das Formular «Wechsel innerhalb der Dreiteiligen Sekundarschule» der Bildungsdirektion verwendet.
  3. Gespräch mit Eltern / Erziehungsberechtigten. Die Kommunikation in eindeutigen Fällen kann auch auf dem Korrespondenzweg geführt werden
  4. Bei Einigkeit: Antrag der Schulleitung einreichen. Diese entscheidet mit Rekursfrist eventuell nach Anhörung der Schulkonferenz und teilt den Beschluss den Eltern schriftlich mit.
  5. Bei Uneinigkeit: Gesamtbeurteilung sowie Ausdrucke aus dem LehrerOffice (Journal und Portfolio) durch Klassenlehrperson erstellen
  6. Antrag, Gesamtbeurteilung, Journal und Portfolio durch Klassenlehrperson der Schulleitung einreichen
  7. An der nächsten Umteilungskonferenz wird über den Antrag abgestimmt / Eine Vertretung der KSP ist an der Umteilungskonferenz anwesend / Resultat wird der KSP per Protokoll mitgeteilt
  8. Entscheid KSP mit Rekursfrist. Kommunikation durch KSP
  9. Wechsel gemäss Schulleitung oder bei Uneinigkeit gemäss KSP
Umteilungsantrag durch die Eltern / Erziehungsberechtigte
  1. Termine gemäss kantonalen Auflagen
  2. Schriftliches Gesuch der Eltern / Erziehungsberechtigten an Schulleitung
  3. Gespräch Eltern / Erziehungsberechtigten mit Klassenlehrperson (zwingend).
  4. In der Verantwortung der Klassenlehrperson wird das Formular «Wechsel innerhalb der Dreiteiligen Sekundarschule» x§ der Bildungsdirektion verwendet.
  5. Bei Einigkeit: Antrag der Schulleitung einreichen. Diese entscheidet mit Rekursfrist eventuell nach Anhörung der Schulkonferenz und teilt den Beschluss den Eltern schriftlich mit.
  6. Bei Uneinigkeit: Gesamtbeurteilung (Formular im Handbuch) sowie Ausdrucke aus dem LehrerOffice (Journal und Portfolio) durch Klassenlehrperson erstellen
  7. Antrag Gesamtbeurteilung, Journal und Portfolio durch Klassenlehrperson der Schulleitung einreichen
  8. An der nächsten Schulkonferenz wird über den Antrag abgestimmt / Eine Vertretung der KSP ist an der Umteilungskonferenz anwesend / Resultat wird der KSP mitgeteilt
  9. Entscheid KSP mit Rekursfrist. Kommunikation durch KSP
  10. Wechsel gemäss Schulleitung oder bei Uneinigkeit gemäss KSP

Übertrittstermine 1. Klasse

Für den Eintritt, sowie für den Wechsel der Abteilung innerhalb der Dreiteiligen Sekundarschule ist die kantonale Verordnung gültig. Diese regelt die Übertritte wie folgt:

Die genauen Daten sind in Agenda zu finden.
1. Termin Herbst 2. Termin Frühling 3. Termin Herbst
Elterngespräch über möglichen Wechsel September / Oktober (ab Woche 40) Februar (ab Woche 7) Mai (ab Woche 19)
Antrag Lehrperson oder Gesuch Eltern Ende Oktober (Woche 44) März (Woche 11) Juni (Woche 24)
Umteilungsentscheid Schulleitung / KSP Ende November (Woche 48) Mitte April (Woche 15) Juli (Woche 27)

Übertrittstermine 2. / 3. Klasse

Für den Eintritt, sowie für den Wechsel der Abteilung innerhalb der Dreiteiligen Sekundarschule ist die kantonale Verordnung gültig. Diese regelt die Übertritte wie folgt:

Die genauen Daten sind in Agenda zu finden.
1. Termin 1. Semester 2. Termin 2. Semester
Elterngespräch über möglichen Wechsel Dezember (ab Woche 48) Mai (ab Woche 19)
Antrag Lehrperson oder Gesuch Eltern Anfang Januar (Woche 2) Juni (Woche 24)
Umteilungsentscheid Schulleitung / KSP Ende Januar (Woche 4) Ende Juni (Woche 26)
anschliessendes Vorgehen
  • möglicher Rekurs innerhalb von 10 Tagen gegen den Umteilungsentscheid durch die Schulleitung an die Kreisschulpflege Veltheim – Wülflingen
  • evtl. Antrag für Förderlektionen für parallel (d. h. im gleichen Jahrgang) umgeteilte Schülerinnen und Schüler zu Lasten der Stadt (Entscheid durch die Schulleitung)